Reykjavik im Winter: Nordlichter, Thermalbäder und Tagesausflüge
25 Okt 2026
Island taucht immer häufiger auf den Listen der Reiseziele für 2026-27 auf, und fast jede Reise beginnt in der Hauptstadt. Reykjavik ist klein, gut zu Fuß zu erkunden und bunt, und im Winter zeigt sie ein anderes Gesicht: eine gemütliche Basis mit langen Abenden, dampfenden Freibädern und einer echten, wenn auch nie garantierten Chance auf Nordlichter. Dieser Reiseführer erklärt, was dich erwartet, was du sehen kannst und wo du übernachtest. Alle Optionen findest du außerdem auf unserer Stadtseite Reykjavik.
Warum Reykjavik im Winter
Die Wintertage sind kurz. Laut Wikipedia dauert das Tageslicht in Reykjavik etwa vom 2. Dezember bis zum 10. Januar weniger als fünf Stunden, und die Sonne steigt nur rund 3 Grad über den Horizont. Im Januar nimmt das Licht schnell zu und erreicht Ende des Monats etwa sieben Stunden. Leg die Besichtigungen in die hellen Stunden und heb dir die Abende für Bäder, Restaurants und die Nordlichtsuche auf.
Die Kälte ist milder, als viele erwarten. Dieselbe Quelle nennt mittlere Tageshöchstwerte von etwa 3 Grad Celsius im Dezember, Januar und Februar, bei Tiefstwerten um minus 2, und merkt an, dass die Temperaturen selten unter minus 15 fallen. Wind und Nässe sind eine andere Sache: Pack wasserdichte Schichten, Mütze, Handschuhe und Schuhe mit gutem Profil ein.
Auf der Suche nach den Nordlichtern
Für viele sind die Polarlichter der Hauptgrund für eine Winterreise, deshalb lohnt sich Realismus. Polarlichter zeigen sich am häufigsten in einem Band um etwa 67 Grad nördlicher Breite, und weiter davon entfernt erscheinen sie manchmal nur als schwacher Schimmer am Horizont. Die Shows hängen von der Sonnenaktivität ab: In der aktiven Phase des rund 11-jährigen Sonnenzyklus sind sie tendenziell heller und häufiger, und trotzdem können sie sich innerhalb von Minuten verändern. Die großen Ausbrüche treten meist um Mitternacht auf.

Praktisch heißt das: Niemand kann dir ein Schauspiel versprechen. Bewölkung und Wetter zählen genauso viel wie die Sonne, und ein klarer, dunkler Himmel abseits der Stadtlichter bietet die besten Chancen. Schau dir die Weltraumwetter-Vorhersagen an (die NOAA veröffentlicht kurzfristige Polarlichtprognosen) und das lokale Wetter, bleib flexibel und verteile die Suche auf mehrere Nächte, statt alles auf eine zu setzen. Viele Besucher buchen eine organisierte Abendtour ab der Stadt, die helfen kann, dunklere Orte zu erreichen, aber betrachte die Sichtung als Bonus und nicht als die ganze Reise.
Thermalbäder und die Blaue Lagune
Heißes Wasser gehört zum isländischen Alltag, und ein Bad in kalter Luft zählt zu den schönsten Wintererlebnissen. Das bekannteste Spa ist die Blaue Lagune (Blue Lagoon), ein Thermalbad in einem Lavafeld auf der Halbinsel Reykjanes, vor dem Berg Thorbjorn. Laut Wikipedia liegt sie etwa 20 km vom internationalen Flughafen Keflavik und rund 5 km von der Stadt Grindavik entfernt. Ihre milchig blaue Farbe stammt vom hohen Kieselsäuregehalt, und der Badebereich hat durchschnittlich 37 bis 39 Grad Celsius.

Da die Lagune zwischen dem Flughafen und der Hauptstadtregion liegt, besuchen manche Reisende sie am Anreise- oder Abreisetag. Wie auch immer dein Plan aussieht: Informiere dich vorab auf der offiziellen Website der Blauen Lagune über aktuelle Öffnungszeiten, Buchungsregeln und mögliche lokale Bedingungen auf der Halbinsel Reykjanes. Reykjavik hat außerdem eigene städtische Thermalbäder, eine alltäglichere und lokalere Alternative; die aktuellen Öffnungszeiten findest du auf deren Websites.
Der Golden Circle und weitere Tagesausflüge
Der klassische Ausflug ab Reykjavik ist der Golden Circle, eine Rundstrecke von etwa 300 km von der Stadt ins südliche Hochland Islands und zurück. Die drei wichtigsten Stationen sind:

- der Nationalpark Thingvellir;
- das Geothermalgebiet Haukadalur mit den Geysiren Geysir und Strokkur (der Geysir ist seit vielen Jahren weitgehend inaktiv, während der Strokkur alle 5 bis 10 Minuten ausbricht);
- der Wasserfall Gullfoss.
Weitere häufige Stopps sind der Vulkankrater Kerid, die Stadt Hveragerdi und die Kathedrale von Skalholt. Im Winter können sich Straßen- und Wetterlage schnell ändern, und es gibt wenig Tageslicht: Starte früh, prüfe am selben Tag Straßen- und Wetterberichte und erwäge eine geführte Tour, wenn du nicht bei Schnee oder Eis fahren möchtest. Geh nicht davon aus, dass jede Station bei jeder Witterung erreichbar ist.
Was es in der Stadt zu sehen gibt
Reykjavik ist kompakt, und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich in ein bis zwei Tagen zu Fuß erkunden. Zu den bekanntesten zählen:
die Hallgrimskirkja, die markante Kirche, deren Turm man in der ganzen Stadt sieht; die Harpa, die Konzerthalle am Hafen; die Perlan; das Hofdi-Haus; das Parlamentsgebäude; und die Kathedrale von Reykjavik. Dazu kommen die Geschäfte, Cafés und die Street-Art im Zentrum, und für die dunkelsten und nassesten Stunden eignen sich Innenziele wie Museen. Prüfe auf der Website jeder Sehenswürdigkeit die Winteröffnungszeiten, die von denen im Sommer abweichen können.
Wo du übernachtest
Für den ersten Besuch ist das kompakte Stadtzentrum die bequemste Basis: Restaurants, Bars, Geschäfte und der Hafen sind zu Fuß erreichbar, und viele Tourabholungen beginnen im oder nahe dem Zentrum. Wer zentral wohnt, kann abends nach einem Bad oder einem Nordlichtausflug zu Fuß zurückgehen, und in einem Winter mit kurzen Tagen zählt dieser Komfort.
Auf goaway.pt kannst du Unterkünfte in der Stadt vergleichen. Zu den dort gelisteten Optionen gehören Bolholt Apartments, Day Dream Vesturgata 17 Reykjavik und Reykjavík Central Guesthouse. Prüfe in jedem Eintrag Lage, Ausstattung und aktuelle Verfügbarkeit und vergleiche sie mit deinen Reiseplänen.
Fortbewegung und Reiseplanung
Der internationale Flughafen Keflavik liegt etwa 50 km west-südwestlich von Reykjavik, plane an An- und Abreisetagen also Zeit für den Transfer ein. Im Zentrum gehst du vor allem zu Fuß. Für Tagesausflüge kannst du dich einer organisierten Tour anschließen oder ein Auto mieten, aber fahre im Winter nur, wenn du dich mit Schnee und Eis sicher fühlst und die Vorhersage geprüft hast.
Ein einfacher Plan umfasst drei bis fünf Nächte: ein Tag für die Stadt zu Fuß, einer für den Golden Circle, ein flexibler Tag für die Blaue Lagune oder ein anderes Bad, und freie Abende für die Nordlichter. Weil das Wetter alles ändern kann, lass Spielraum im Programm, wähle wenn möglich stornierbare Angebote und prüfe Termine, Öffnungszeiten und Bedingungen für 2026-27 bei den offiziellen Stellen. Wenn du bereit bist, starte auf der Seite zu Reykjavik und wähle die Basis, die zu deinem Plan passt.